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Unser erstes Bauwerk, das wir auf dem neu erworbenen Grundstück 2011 errichtet haben: ein von Hand gegrabener Brunnen!

 

Mutige Männer, die mit einfachstem Werkzeug und enormem körperlichen Einsatz auf dem Land im Senegal Brunnen bauen. Madou, rechts auf dem Bild, war danach zusätzlich unser Wächter, starb aber völlig unerwartet, während seines Urlaubs anlässlich der Geburt seiner Zwillinge. Es war ein Schock für uns. Wir vermissen ihn heute noch.

 

Der Brunnen gab uns Wasser zum Bauen, dann für den laufenden Bedarf im Schulbetrieb, sowie für die Wächterfamilie und Nachbarn.

Auch für den Bau des Mehrzweckraums und später den provisorischen Raum daneben lieferte er enorme Mengen an Wasser, immer mit Handarbeit aus der Tiefe geholt.

 

 

Aber Ende Mai 2018, gleich nach Baubeginn, versagte unsere Wasserversorgung im Moment des höchsten Bedarfs! Eine Katastrophe! Wie sollten wir weiter bauen?

 

 

Zum Glück halfen uns Nachbarn aus, mit Wasser aus ihren Brunnen,

 

 

 

 

das in gemieteten größeren Behältern den Arbeitern zur Verfügung gestellt wurde, denn ohne Wasser keine Bausteine! Sie werden ja direkt an der Baustelle gefertigt.

 

Aber für Grundmauern und Weiterbau war das völlig unzureichend.

Daher war Lamine sofort aktiv auf der Suche nach einem mutigen Brunnenbauer, der uns aus der Patsche helfen könnte... und er fand ihn!

Er wurde mit einer gesicherten Winde an einem speziellen Seil hinuntergelassen... und arbeitete dann ohne Sicherung in 14m Tiefe! Wir hatten entschieden mehr Angst als er: so war er es gewohnt!

Er säuberte den Brunnenboden, in den unter Anderem einige Eimer eingesunken waren, die den Brunnen verstopft hatten. Da er schon dabei war, hat er auch gleich noch etwas tiefer gegraben. Er machte uns Hoffnung auf Süßwasser, das leider nicht kam, aber der Brunnen funktionierte wieder, wir konnten zügig weiter bauen.

Das Brunnenproblem gab nun den Anstoß, parallel  zu den Bauarbeiten eine bessere Wasserversorgung für unser Zentrum zu organisieren.

Unser neuer Brunnenbauer schlägt vor, uns dabei zu helfen: wir bekommen einen Deckel auf den Brunnen und ein Reservoir. Wir sind zwar etwas erstaunt über seine Lösungen, aber so wird es hier eben gemacht...

ein starker Deckel...

Daneben stellt er das her, was unser Wasserreservoir werden soll.

Er hat im Lehmboden runde Löcher gegraben, in denen er mit Mörtel Ringe formt. 

Wenn sie hart sind, wird der erste auf eine Betonplatte gesetzt, der nächste darüber, danach wird alles miteinander verbunden und noch etwas verputzt.

So blieb es während der ersten Bauphase vor den Sommerferien.

Danach gab es so viel zu tun und wir hatten andere Sorgen: den Bau wieder in Gang bringen, den Schulanfang vorbereiten, den Bus endlich aus dem Hafen "befreien" und sehen, wie alles finanziell zu stemmen ist...

Einer unserer sehnlichsten Wünsche blieb aber, endlich eine normale Wasserversorgung für unser Zentrum zu bekommen.

Während unsere lieben Vereinsmitglieder in Deutschland sich um Unterstützung dafür kümmerten, fingen wir doch schon an, zusätzliche Ringe zur Aufstockung unseres Reservoirs herstellen zu lassen. Der Brunnenbauer, der hauptsächlich als Gärtner arbeitet, war froh über ein kleines Nebenverdienst, und unser Reservoir wuchs nach und nach, ohne zu große Ausgaben zu verursachen.

 

Bald war das Reservoir hoch genug, um das Wasser bis zu den Toiletten zu leiten, aber es muss noch verstärkt werden..
Bald war das Reservoir hoch genug, um das Wasser bis zu den Toiletten zu leiten, aber es muss noch verstärkt werden..
Bald war das Reservoir hoch genug, um das Wasser bis zu den Toiletten zu leiten, aber es muss noch verstärkt werden..

Bald war das Reservoir hoch genug, um das Wasser bis zu den Toiletten zu leiten, aber es muss noch verstärkt werden..

So ein hohes Reservoir konnte natürlich nicht manuell aus dem Brunnen gefüllt werden: der Einbau einer Pumpe war geplant, wir hatten uns schon nach einer geeigneten elektrischen Pumpe umgesehen, die vor Ort Erfolg hatte.

Nachdem wir Ende September noch einmal eine "Geburtstagsparty-Spende" bekommen und unsere Geldsorgen sich dadurch verringert hatten (1000 Dank der lieben Spenderin!) , zögerten wir nicht mehr, kauften die Pumpe und setzten sie sofort ein.

Der Brunnenbauer hatte Erfahrung damit und installierte sie entsprechend der örtlichen Gepflogenheiten ...

Sie wurde sofort eingesetzt, für den Bau, schnelles Füllen der Wasserbehälter für die Schule und Begießen unserer Pflanzen
Sie wurde sofort eingesetzt, für den Bau, schnelles Füllen der Wasserbehälter für die Schule und Begießen unserer Pflanzen
Sie wurde sofort eingesetzt, für den Bau, schnelles Füllen der Wasserbehälter für die Schule und Begießen unserer Pflanzen

Sie wurde sofort eingesetzt, für den Bau, schnelles Füllen der Wasserbehälter für die Schule und Begießen unserer Pflanzen

Es hat vor Allem die Arbeit am Bau vereinfacht, da das manuelle Schöpfen immer viel Zeit und Kraft beanspruchte, aber es war ein Provisorium, nur mit großer Vorsicht zu handhaben.

Da kam von den Mitgliedern die Nachricht, dass der Lionsclub von Bad Krozingen bereit zu sein schien, uns noch einmal zu unterstützen (wie schon 2014 zum Bau des Mehrzweckraums). Wir vertrauten darauf und begannen sofort mit der nötigen Verstärkung  des Reservoirs und dem Legen der Leitungen.

Ein Eisengerüst und Betonverputzung geben Sicherheit. Omar hat seine freien Tage geopfert und ist stolz auf sein (hier fast fertiges)Werk. Wir auch!
Ein Eisengerüst und Betonverputzung geben Sicherheit. Omar hat seine freien Tage geopfert und ist stolz auf sein (hier fast fertiges)Werk. Wir auch!
Ein Eisengerüst und Betonverputzung geben Sicherheit. Omar hat seine freien Tage geopfert und ist stolz auf sein (hier fast fertiges)Werk. Wir auch!

Ein Eisengerüst und Betonverputzung geben Sicherheit. Omar hat seine freien Tage geopfert und ist stolz auf sein (hier fast fertiges)Werk. Wir auch!

 Die Hauptleitung vom Reservoir zu den Toiletten, für Schüler und Lehrer.
 Die Hauptleitung vom Reservoir zu den Toiletten, für Schüler und Lehrer.
 Die Hauptleitung vom Reservoir zu den Toiletten, für Schüler und Lehrer.

Die Hauptleitung vom Reservoir zu den Toiletten, für Schüler und Lehrer.

Der Klempner bringt einen Wasserhahn für die Wächterfamilie und einen Ablauf direkt am Reservoir an.

Schüler holen Wasser zum Tafelputzen, direkt vom Hahn.

Dazu kommen ein freistehender Wasserhahn neben dem Brunnen auf dem Schulhof, für Schüler und Lehrer, einer auf dem neuen Grundstück, hauptsächlich zur Bewässerung, eine Leitung zu den Toiletten, wichtigstes Ziel.

Zwar benützen wir für Vieles immer noch Eimer, aber sie brauchen nicht mehr weit geschleppt werden, und keine Gefahr mehr, dass jemand in den Brunnen stürzt!. 

Insgesamt haben wir nun außen drei Wasserhähne, dann zwei in den Toiletten (einer um die Eimer für die Spülung zu füllen und einer am Waschbecken), sowie jeweils einen in Lehmhaus und Bürotoilette, zum persönlichen Komfort...

Händewaschen direkt am Waschbecken, eine wahre Freude!

 

Wie oft habe ich "maschinell" versucht, den Wasserhahn aufzudrehen....aus dem kein Wasser kommen konnte! Es ist so selbstverständlich in Europa, und auch fast "normal" in Kaolack - Stadt, obwohl meist nur stundenweise...

Darum 1000 Dank an die Arbeiter, die privaten Unterstützer und den Bad Krozinger Lionsclub für diesen wunderbaren Fortschritt an unserer Schule.

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Published by imagine-nord-sued