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24. Juni 2022 5 24 /06 /Juni /2022 09:51

Folgende Nachricht war von uns letzten Monat per Mail an Mitglieder und Freunde von Imagine Nord-Süd e.V. geschickt worden, mit einem Hinweis auf "Näheres im Blog", was ich dann - kurz vor meiner Reise in den Senegal - leider nicht zustande gebracht habe.

Zeit ist auch hier sehr knapp, darum einfach nochmal die "Basisinformation" und die Liste der weiteren Sachspenden, die sehr nützlich wären:

 

IMAGINE Nord-Süd e.V.

 

Im Mai 2022

Sachspenden + Transport + Einlagerung

 

Hallo liebe Mitglieder, Freunde und Interessierte,

 

manche von Ihnen/Euch wissen es schon: das Walter-Eucken-Gymnasium von Freiburg hat uns 20 interaktive Tafeln ("whiteboards") als Sachspende angeboten. Schon seit mehreren Jahren habe ich auf so ein "Instrument" gehofft, das schier unerschöpfliche Möglichkeiten zur Veranschaulichung und aktiver Bearbeitung von Unterrichtsinhalten durch Lehrer und Schüler bietet. Also genau das, was im Senegal so spärlich in den Schulbüchern zur Verfügung steht!

Kurz und gut: ich war total begeistert! Unser besonderer Kontakt zum Schulministerium, welches sein Interesse bekundet hat und damit quasi der sicheren Aussicht auf Zollbefreiung und anteilmäßiger Beteiligung an den Transportkosten (von "Engagement global") hat uns ermutigt, wiederum einen Antrag zur Unterstützung zu stellen, denn dieses Material gilt durchaus als förderungswürdig.

Also haben wir (Rolf Eder, Elisa Vergez und ich,) gemeinsam mit unserem Auslandsbeauftragten Mamadou „Pierre“ Wilane beschlossen, trotz früherer Probleme und einer gewissen allgemeinen "Müdigkeit" dieses Jahr doch noch einen Container mit Hilfsgütern in den Senegal zu schicken.

Aus unseren früheren Erfahrungen haben wir gelernt. Darum wollen wir nun die Anträge auf Transportkostenzuschuss sowie Zollbefreiung sehr zeitnah einreichen. Das W-E-Gymnasium baut die Tafeln am Schuljahresende ab. Bis dahin sollten beide Anträge gestellt sein, so dass sie bereits vor der Verschiffung des Containers vorliegen!

Was aber noch hinzukommen soll, da freier Platz übrig, sind weitere Hilfsgüter, wie zum Beispiel mehrere Rollstühle, auf die schon die Sozialstation von Kaolack hofft.

 

Auf Eure vielfache ideelle, tätige und finanzielle Mithilfe bei der Beschaffung und Zwischenlagerung der Rollstühle usw. zählen wir und danken allen dafür schon jetzt für Ihre/Eure Aufmerksamkeit und Bereitwilligkeit.

 

Maria Schneider-Wilane, 1. Vorsitzende

Rolf Eder, 2. Vorsitzender

Und hier unsere Liste für Sachspenden, die teilweise für unser Zentrum, für "Action Sociale", die Rolli-Sportler von Handi-Imagine, oder für Ausbildungsprojekte erhofft werden:

Erwünschte Sachspenden für unseren Containertransport in den Senegal :

  • Für unser Schul- und Ausbildungsprojekt:

  • Drucker und Computer/ Laptops (für Förderung durch Engagement Global nur unter 5 Jahre alt),

  • Pädagogisches Material für Kindergarten (kein Spielzeug), Spielplatzausstattung
  • Alles Material für Koch- und Bäckerausbildung (eventuell ganze Bäckereiausstattung, wenn gebraucht zu erhalten;( wir möchten örtliches Getreide wie afrikanische Hirsesorten als Vollkorn mit verarbeiten und den Menschen „schmackhaft machen“),
  • professionelle Nähmaschine für Ausbildungs-Atelier
  • gebrauchte, noch funktionstüchtige Solarpanele und vor allem einen Solarwechselrichter (Inverter) für Inselbetrieb (so ist auch unsere jetzige Anlage, aber Probleme mit schwachem Inverter. Installateure gibt es vor Ort)
  • Für die Sozialstation von Kaolack:

  • Auf jeden Fall: weitere Rollstühle (gern mit Ersatzteilen)und Gehhilfen, Krücken, alle Arten von Prothesen, orthopädische Schuhe
  •  
  • Zur Weiterleitung an Gesundheitszentren und kleinere Krankenstationen:
  • Liegen für medizinische Untersuchungen, Krankenbetten, Liege für Entbindungen (oft total flache Liege, fürchterlich!), Sterilisatoren u.ä. Material, Blutdruckmesser,
  • alle materiellen Ausstattungen für Spezialisten, z.B. Augenarzt (Geräte für Untersuchungen, aber auch Brillen), besonders für Zahnarzt (nur das große Krankenhaus von Kaolack ist korrekt ausgestattet)
  • Gebrauchte Sport-Rollstühle für die Rollstuhl-Basketballer von Handi-Imagine, oder Kontakt zu einem ebensolchen deutschen Verein.

 

Inzwischen haben wir 5 Rollstühle, diverses orthopädisches Material, ein Ultraschallgerät und Aussicht auf eine Spende von (gebrauchten, aber intakten) Solarmodulen.

Bei meinem jetzigen Aufenthalt hier zum Schuljahrsende hat mir vor allem ein guter Laserdrucker (kann auch schwarz-weiß sein) gefehlt!

Mit tausend Dank für die spontanen Sachspenden, und in der Hoffnung auf baldige weitere, um schnell unseren Antrag bei Engagement Global in Gang bringen zu können, sobald ich zurück in Europa bin (nächste Woche).

 

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22. Juni 2022 3 22 /06 /Juni /2022 16:33

Heute ist ein wichtiger Tag für unsere 6. Klasse: die Abschlussprüfung beginnt! Gestern wurden sie von ihrem Klassenlehrer, dem stellvertretenden Direktor, auch von mir und schließlich allen Lehrern unserer Schule noch besonders ermutigt und waren heute früh pünktlich am Prüfungsort.

Morgen kommt der zweite Teil, danach heißt es warten auf ihr erstes Diplom und die Möglichkeit, in die weiterführende Schule zugelassen zu werden.

Da werden sie im öffentlichen Schulsystem in Klassen mit 60 bis 80 Schüler(inne)n die 4 Jahre Collège (wie in Frankreich) bis zur nächsten Prüfung "Brevet" sehr gut aufpassen müssen, dass sie nicht in der Masse "untergehen".

Hier wartet schon unsere nächste Abschlussklasse mit ihrem Lehrer (hinten links) und mir.

Sie sehen noch ziemlich "klein" aus, aber das ist klar: im nächsten Schuljahr sind sie "die Großen".

 

 

Damit habe ich unsere Schule in diesem Schuljahr am Anfang 3 Monate, zusammen mit Pierre, der noch weitere 3 Monate "durchgehalten" hat,  und jetzt am Ende einen Monat lang begleitet. 

Es war recht anstrengend, mit vielen Transportproblemen, einem einzigen Drucker, der nur noch ratternd und zögernd funktioniert, aber zum Glück doch noch mit dem großen Kopierer als Ergänzung.

Das größte Problem war das Dach über zwei Klassenräumen, das schließlich ganz neu gemacht werden musste (die erste Lösung, die ich im Blog beschrieben hatte, konnte nicht funktionieren). Dadurch wurden auch unsere finanziellen Rücklagen total erschöpft, und Pierre war von all dem Stress ebenso erschöpft und musste eine richtige Ruhepause einlegen.

Zum Glück hat Monsieur Ndiaye, unser stellvertretender Direktor, die Lehrer und Schüler weiter sehr effektiv unterstützt und geleitet, sodass wir von den Eltern nur Komplimente zum Schuljahrsende bekommen haben. Bravo und herzlichen Dank allen Mitarbeitern!

 

Hier nochmal unsere 6. Klasse mit Klassenlehrer Monsieur Sow (rechts) und dem stellvertretenden Direktor Monsieur Ndiaye (links)

Und hier noch die vier anderen Klassen

 

Ende des Schuljahrs 2021-2022
Ende des Schuljahrs 2021-2022
Ende des Schuljahrs 2021-2022
Ende des Schuljahrs 2021-2022
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11. Mai 2022 3 11 /05 /Mai /2022 14:15

 

           Als wir im Oktober 2020 unseren Container für denSenegal packten, bekamen wir "in letzter Minute" noch eine doppelte Beinprothese, auf dessen linken Teil in Kaolack schon "Pape" wartete, dessen Prothese nach mehreren Reparaturen einfach nicht mehr funktionsfähig war.

Er kam sofort, um sie anzuprobieren, aber es war eine Adaptation nötig, die wir sofort besprochen haben. So konnte er direkt das abgetrennte linke Element mitnehmen, mit Dank und Segenswünschen für den Spender, die ich hiermit gerne weitergebe!

 

Später, als uns im Senegal keine Coronamaßnahmen mehr beschränkten, konnte Anfang Februar endlich die Übergabe von Rollstühlen und anderen Gehhilfen an die Sozialstation von Kaolack stattfinden.

Von rechts nach links: Elhadji Mamadou Ndiaye ("Nalla"), Präsident von Imagine Sud-Nord, daneben Mamadou Lamine Wilane "Pierre", unser Auslandsbeauftragter, vor ihm Sidi Fall, Vertreter unserer Partner von Handi-Imagine, links (in weiß) der Leiter des Sozialamts von Kaolack El Ousseynou Ndiaye, hinter ihm ein Mitglied von Imagine Sud-Nord, Schuster im Kunsthandwerkerdorf, wo die Übergabe stattfindet.

Der rechte Prothesenteil wurde ebenfalls dem Sozialamt übergeben und schon zugeteilt.

Transport

zum

Sozial-

amt

 

 

Die Zuteilung war schon vorbereitet und hat am selben Tag stattgefunden. Hier der offizielle Bericht mit Dank an Imagine Nord-Süd und alle Spender.

Hier die Übersetzung:

...

An den Vorstand des Vereins Imagine Nord-Süd, Deutschland                                                                                Betreff: Protokoll der Vergabe von orthopädischem Hilfsmaterial

                               Sehr geehrter Vorstand,

Als Antwort auf unsere Anfrage haben Sie dem Leiter der Sozialaktion des Departements von Kaolack eine Unterstützung durch folgendes orthopädisches Material zur Verfügung gestellt: 06 Rollstühle, 10 Paar Krücken, 03 Gehhilfen, 01 Beinprothese, 01 Paar orthopädische Schuhe. Wir haben die Zuteilung am 09/02/22, Tag der Materialübergabe, getätigt (Auflistung mit Unterschriften im Anhang, hier nicht kopiert).

Sehr geehrter Vorstand, der Leiter der Sozialaktion des Departements von Kaolack und alle Menschen, denen diese Gabe zugute kommt, danken Ihnen von ganzem Herzen für diese Geste von großer sozialer Bedeutung. Indem Sie Personen mit Handicap diese Unterstützung geben, befähigen Sie sie, ihre Autonomie und Beweglichkeit zu stärken, sodass sie ihren Beschäftigungen besser nachkommen können.

                                                                                     Unterschrift und Stempel des Leiters El Ousseynou Ndiaye

Also schriftlich ein offizielles Lob und Dankeschön, bei dem man aber auch den unausgesprochenen Wunsch nach weiterer Unterstützung spürt. Nur mündlich hat er ihn tatsächlich ganz eindringlich bekundet, indem er darauf aufmerksam machte, dass sein Aufgabenbereich das gesamte Departement von Kaolack umfasst: 14 städtische und ländliche Gemeinden mit geschätzten 600 000 Einwohnern und entsprechend vielen Menschen mit Behinderung. Er hofft sehr auf weitere materielle Unterstützung.

Da wir noch ziemlich "mitgenommen" von den Problemen mit dem Container 2020 waren, wollten wir ihm nicht zu viel Hoffnung machen...

aber nun....

Ja, nun hat uns ein unerwartetes Material-Angebot auf einem anderen Gebiet, nämlich Bildung und Ausbildung, doch schon zur Vorbereitung einer diesjährigen Materialsendung in den Senegal motiviert.

Darum sind wir dringend auf der Suche nach Rollstühlen und anderen orthopädischen Hilfen, auch Krankenliegen und Material für das Gesundheitszentrum unseres Stadtviertels wäre äußerst nützlich, denn teils in sehr schlechtem Zustand. Zahnärzte sind verzweifelt wegen uralter Sitze und Instrumente; auch in diesem Bereich wäre eine "zufällige" Spende wunderbar.

Wir haben schon eine inoffizielle Ermutigung zur Antragstellung bei Engagement Global, und noch viel Platz für hilfreiche Sachspenden.

Jede(r) kann mithelfen, im persönlichen oder professionellen Umfeld nachfragen, wir hoffen auf baldige gute Erfolge unserer Suche!

Kontakt: imagine-nord-sued@gmx.de

P.S.: Noch ein Sonderwunsch: das Rollstuhl-Basketball-Team von unserem Partnerverein Handi-Imagine wäre besonders glücklich über Sportrollstühle, (ihre sind zig-mal repariert und zusammengeflickt) - und wir wären besonders glücklich, diesen unglaublich ausdauernden und auch erfolgreichen Basketspielern eine solche Freude machen zu können!

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22. Februar 2022 2 22 /02 /Februar /2022 09:36

Ja, wir wussten es: vor und neben unserem Zentrum sind Straßen vorgesehen, aber dahinter sind noch zwei freie Grundstücke . -  Wir hatten uns schon länger bei der Stadt darum bemüht, die direkt anliegenden zugeteilt zu bekommen, teils als Sportplatz teils als Schulgarten. Eines davon wurde uns versprochen und wir haben noch Hoffnung...

Aber vor kurzem wurden hinter unserer Schule massenhaft Bausteine hergestellt und danach eine Mauer begonnen, extrem nah an unserem Gebäude. 

von der "Straße" aus gesehen
von der anderen Seite

Da hatten wir die Bescherung: wir mussten schnellstens unser Dach retten, denn wir konnten den "lieben Nachbarn" nicht "verklagen": unser Gebäude steht ganz am Rand unseres Grundstücks, dazu war das Dach nach außen geneigt, zum neuen Nachbarn hin. Also: doppeltes Problem und "selber schuld"! 

Wie retten wir unser Dach? - Und vor allem: so schnell und günstig wie möglich!

Zuerst: Bausteine herstellen, Maurer und Helfer finden

und eine Strategie erfinden: stell dir vor, was möglich ist, imagine

 

Leider keine Fotos von der großen Aktion - da wurden alle Hände gebraucht - aber hier sehen wir das Ergebnis des "brainstormings": vorsichtig konnte das Dach gelöst, dann hochgehoben, hinten gestützt, und schließlich mit einer kleinen technischen Vorrichtung nach vorn gezogen werden. (An der "Terrasse" angebracht, die vor diesem Teil des Gebäudes noch im Bau ist.)

Und so ging es weiter:

 

hier der frühere große Nähraum, der im nächsten Schuljahr als Klassenzimmer gebraucht wird
hier der frühere große Nähraum, der im nächsten Schuljahr als Klassenzimmer gebraucht wird
hier der frühere große Nähraum, der im nächsten Schuljahr als Klassenzimmer gebraucht wird
hier der frühere große Nähraum, der im nächsten Schuljahr als Klassenzimmer gebraucht wird
hier der frühere große Nähraum, der im nächsten Schuljahr als Klassenzimmer gebraucht wird
hier der frühere große Nähraum, der im nächsten Schuljahr als Klassenzimmer gebraucht wird

hier der frühere große Nähraum, der im nächsten Schuljahr als Klassenzimmer gebraucht wird

das Dach des kleinen Nähraums wurde entfernt und neu gedeckt.
das Dach des kleinen Nähraums wurde entfernt und neu gedeckt.

das Dach des kleinen Nähraums wurde entfernt und neu gedeckt.

Bravo! Das Dringendste ist geschafft! Es bleibt noch genug Arbeit für den Zimmermann (zugleich Dachdecker), damit es keine Probleme in der Regenzeit gibt. Auch Dachrinnne und Regenwasserreservoir sind jetzt angesagt, wenigstens eine gute Folge dieser bösen Überraschung. Wir hoffen auch, vor dem nächsten Schulanfang noch die Terrasse fertigstellen zu können.

PS: Zum Glück hatten wir etwas Reserve auf dem Imagine-Konto, tausend Dank den Weihnachts - Spendern!

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31. Dezember 2021 5 31 /12 /Dezember /2021 14:45

Da hat er doch wieder auf uns gewartet, nochmal mit einem "neuen" Motor versehen, da es mit Auto-Sachspende nicht geklappt hatte...

Wie jedes Jahr nach der Regenzeit (die auch noch nicht zuende ist...), sind wir direkt im Dschungel

Es sieht so romantisch aus, aber hier gibt es Schlangen, also weg mit dem schönen Gras, es lebe die Sandwüste!

Aber unsere Bäume trösten uns darüber hinweg! Wir haben einen kleinen Baumgarten geschaffen, in dem  die Kinder sich wohl fühlen.

 

Nach ein paar Reparaturen an Strom, Pumpe und Dach, kann der Unterricht beginnen

Schnell gesagt, aber mit vielen Verzögerungen und Rückschlägen ein wahrer Hindernislauf. Keine Zeit für's Dokumentieren; einfach jeden Tag wieder auf die nächste "Überraschung" gefasst sein, zum Beispiel nach der Episode "Pumpenpannen" mit Stromausfällen, neue Pumpe und katastrophale Elektrikerarbeit, schließlich das:

Vor meinen Augen ist unser Wasserreservoir umgekippt, das heißt: es ist in den (von tropfendem Hahn auf einer Seite aufgeweichten) Lehmboden eingesunken! Also doch wieder Wassereimer schleppen! Da die Schule begonnen hat, eine Sissiphusarbeit, schon allein für die Toiletten...

Eine Katastrophe ... so scheint es nur mir, hier wird es als Problemchen betrachtet, das schon irgendwie gelöst wird. Und so geschieht es, nach ein paar Tagen und verschiedenen Vorschlägen wird einfach auf der einen Seite so tief gegraben wie er auf der anderen eingesunken ist, um ihn tiefer wieder aufrecht zu stellen. Das hat dann doch einige Anstrengungen abverlangt, bis es mit Geduld, Technik und Kraft gelungen ist...

Das sind aber schließlich nur nebensächliche Sorgen. Der Unterricht hat begonnen, mit allmählich sich füllenden Klassen, da der Schulanfang mitten im Oktober zwischen zwei großen Festen lag und viele Eltern lieber auf das Monatsende warten wollten, während wir nicht wussten, ob unsere Klassen "voll" würden!

Unser Schulbus liegt seit Ferienbeginn fest, und die Reparaturen gehen nicht voran, weil die Ersatzteile nicht funktionieren.

Ein Freund findet ein günstiges größeres Auto, das wir nach Rücksprache mit Imagine kaufen, und das Mitglieder und Freunde mitfinanziert haben. Ihnen sei hiermit ganz besonders herzlich gedankt, mit dieser Hilfe konnten wir den versprochenen Schüler- und teilweise auch Lehrertransport doch noch rechtzeitig in Gang bringen....

 

 

 

 

obwohl bald schon neue Probleme begannen, wobei mehrere Tage lang unser alter kleiner C3 den Transport übernehmen musste, indem er vollgestopft in 3 Etappen die Schüler beförderte... 

Inzwischen ist alles in Ordnung, nur der Bus ist noch in stand-by.

Anfang November sind alle Schüler da, die Wiederholungen und einführenden Übungen werden beendet, der Regelunterricht kann beginnen. So läuft es hier, und wir sind unter den wenigen Schulen, die tatsächlich zum offiziellen Datum begonnen hatten, trotz aller Probleme und heftiger Regengüsse!

Von Sandstürmen haben wir kein Photo, alle Türen und Fenster zu und warten, bis es sich legt. Nichts Besonderes, aber Grund für mich (die anderen stört der Staub nicht), mal wieder Mund-und Nasenschutz zu tragen.

Die "Masken" sind in Vergessenheit geraten, hier denkt keiner mehr an Corona...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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1. August 2021 7 01 /08 /August /2021 19:05

Die Mechaniker hatten in den letzten Jahren immer mehr Arbeit, um ihn noch am Laufen zu halten: 3 x "neue" Motoren einbauen, immer wieder Probleme mit Anlasser usw beheben, die Vorderachse austauschen, oft auch abschleppen.

Verdikt unseres besten Mechanikers nach der letzten Panne (siehe ganz unten):

das Auto hat definitiv ausgedient!

Zur Weiterführung unseres Projekts ist ein Funktionsauto unabdingbar, unser kleiner Verein aber schon mit der finanziellen Projektbegleitung oft am Limit. Darum hoffen wir dringend auf Hilfe "von außen":
  • ein PKW, gern auch etwas größer (unter 8 Jahre alt zur Einfuhr) als Sachspende zum Beispiel.
  • Vielleicht auch Verbreitung dieses Artikels, um Leute zu erreichen, die gerade ein neues Auto kaufen wollen. Unsere Spendenbescheinigung wird vom Finanzamt anerkannt!
  • Oder eine Geldspende für den Transport?
    Kontakt: imagine-nord-sued@gmx.de

Sein Nutzen vor Ort im Senegal

Seit 8 Jahren ist er im Dienst!

Von den Anfängen mit einer einzigen Vorschulklasse und Nähkurs, fast in einer Einöde

 

 

 

 

bis zum großen Sozial- und Bildungszentrum mit über 200 Schülern; inmitten eines neu entstehenden Ortsteils

 

 

Tatsächlich hat sich unser Gebrauchtwagen aus Frankreich trotz Leichtbauweise und minimaler Größe als außerordentlich zuverlässiger und nützlicher "Mitarbeiter" erwiesen.

    

Jedes Jahr bei unserer Ankunft vor Schulanfang wartete er brav auf den neuen Einsatz

Zuerst als Reklame- und Infofahrzeug, ein paar Wochen bis ein paar Tage vor Schulanfang...

Danach als täglicher Beförderer der Verantwortlichen zwischen Wohnsitz und Schule, meist schon morgens beladen mit dem nötigen Material für den Tag, das nach Feierabend noch besorgt worden war (auch mit unserem C3).

Oft auch Sonderfahrten mit offenem Heck, um sperriges Material schnell und ohne große Umstände zu befördern... 

... nicht immer möglich, da muss ein anderes Gefährt einspringen

 

Inzwischen hat er auch einen großen Bruder an seiner Seite, der aber ausschließlich für Schüler- und Lehrertransport zuständig ist.

 

So bleibt weiterhin alles an ihm hängen: Transport von Kleinmaterial oder einzelne, sogar bis 6 m lange Teile, jede Menge Amtsgänge im Zentrum von Kaolack; und seit einiger Zeit hin und her zwischen den Projekten Schule und Kunsthandwerkerdorf. 

Chaotischer Verkehr im Zentrum von Kaolack, unvermeidliche Schlaglöcher, in und zwischen den Vierteln meist Sandstraßen, Wege voller Unrat, in der Regenzeit Passagen durch überflutete Straßen, Slalom auf unseren von Sandtransportern zerstörten Zufahrtswegen, mit der Gefahr, im Morast stecken zu bleiben (was natürlich auch passiert ist)...

Für all das hatten wir "in action" andere Sorgen, als Fotos zu machen, wie junge Leute jetzt mit ihren "Smartphones"!

Wie wichtig er ist, wurde uns vor allem bewusst, wenn er länger in Reparatur war: wir konnten morgens nicht vor allen dasein, abends mussten wir mit schweren Taschen eine halbe Stunde bis zu einer Stelle laufen, wo man Taxis anhalten kann. Erschöpfung nach wenigen Tagen...

  Alle Material -Transporte müssen speziell organisiert und bezahlt werden, kein schnelles Einspringen für Unvorhersehbares, Vieles muss verschoben werden, von Problemen bei Notfällen gar nicht zu reden...   

Und nun, auf Pierres Weg zum Flughafen, der letzte "Zwischenfall": mitten auf der neuen Autobahn, ein paar Kilometer vor dem neuen Flughafen fängt das Auto an zu qualmen!   Nur sehr schnelle Reaktion - anhalten, Motor aus und Batterie abklemmen - hat ihn und seinen Fahrer vor Schlimmerem gerettet! Blieb nur noch, das Abschleppen zu organisieren, dann weiter per Autostop zum Glück noch rechtzeitig zum Flughafen...  

Fazit siehe oben!

Darum nochmal unser Aufruf: wir suchen dringend

einen Ersatz-PKW für unsere Projekt- Arbeit in Kaolack!

 

  • ein PKW, gern auch etwas größer (unter 8 Jahre alt zur Einfuhr) als Sachspende zum Beispiel.
  • Vielleicht auch Verbreitung dieses Artikels, um Leute zu erreichen, die gerade ein neues Auto kaufen wollen. Unsere Spendenbescheinigung wird vom Finanzamt anerkannt!
  • Oder/und eine Geldspende für den Transport.
                                          Kontakt: imagine-nord-sued@gmx.de

 Bitte weiterleiten, für "Spezialisten" gern auch über die "sozialen Medien"!

                                                        Dringend!!!

 

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1. August 2021 7 01 /08 /August /2021 17:41
erste Klasse 2016-2017

Vor fünf Jahren hatten wir mit einer ersten Klasse den Elementarzyklus begonnen, der im Senegal nach sechs Jahren mit einer Abschlussprüfung die Pflichtschulzeit beendet.

 

 

 

2. und 3. Klasse zusammen, 2017 - 2018

Ein Jahr später haben wir 15 ältere Schüler mit aufgenommen, zusammen mit unseren Zweitklässlern in einer doppelstufigen Klasse (2. und 3. Schuljahr). Fast alle waren sogenannte "Schulversager", die bei uns von dem Unterricht in Wolof profitieren und damit soviel aufholen konnten, dass sie im folgenden Jahr in einer eigenen Klasse ganz "normal" Wolof-Französisch weiterlernen konnten.

Abschlussklasse 2020-2021
So kamen wir dazu, nach fünf Jahren schon eine sechste Klasse zum Abschluss zu führen.
Trotz Corona hat nun im Juli die Prüfung stattgefunden, und soeben haben wir die offiziellen Ergebnisse: elf von unseren 16 Schülern haben bestanden.

Die Korrektur eines zwölften soll noch einmal nachgeprüft werden, denn er hatte in den Probearbeiten ganz gut abgeschnitten. Vier Schüler hatten noch Probleme mit der französischen Sprache, die leider in allen Fächern ein Hindernis darstellt, verstärkt sicher durch Corona-Schulschließungen und Maskenpflicht...

Wichtig ist vor allem, dass alle Schüler bis zum Ende durchgehalten und ihr Bestes gegeben haben, ebenso wie der Klassenlehrer, das ganze Kollegium und die Eltern. Über Internet auch ich im Hintergrund, und vor Ort als Betreuer, Organisator, und Helfer bei allen Problemen: "Pierre"- "Tonton Lamine".

Unter den gegebenen Umständen und im Verhältnis zu anderen Schulen der Region können wir sagen, dass wir mit diesem ersten Ergebnis auch zufrieden sein können.

Kurz vor Beginn des nächsten Schuljahrs wollen wir für unsere Abschlussklasse eine kleine Feier organisieren. Allen Schülern - mit oder ohne Diplom - ein großes Bravo für den Eifer, mit Beratung und Beistand für die Schüler, die es nicht geschafft haben. 

Allen Beteiligten, den Helfern und Spendern 1000 Dank für die Unterstützung, die alles erst möglich macht!

Und so geht es weiter:
Unsere damalige erste Klasse wird nun im Oktober ihr letztes Schuljahr beginnen, und alle sind höchst motiviert.....

 

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5. März 2021 5 05 /03 /März /2021 14:22

 

Es war höchste Zeit für unsere Schüler! 

Mit der Perspektive auf genügend Schulbänke bei Ankunft des Containers aus Deutschland hatten wir dieses Jahr in Kaolack keine neuen bestellt. Wir hofften auf Ankunft unserer Materialsendung bei - oder kurz nach - dem Schulanfang, dieses Jahr erst am 15. November.

Leider hatte sich das Ganze aber schon auf deutscher Seite etwas verzögert (siehe Jahresbericht), und wurde im Senegal erst nach langwierigem Hin und Her, viel Stress und - trotz ministerieller Zollbefreiung -  hohen Ausgaben aus dem Hafen entlassen.

Später haben wir von einem Freund erfahren, dass die Hinauszögerung am Hafen Methode hat: sein Verein hatte die entstandenen Standkosten für einen zollbefreiten Hilfscontainer aus Europa nicht bezahlen können und hat ihn samt Inhalt verloren!

Wir haben die Höhe dieser zusätzlichen Kosten erst am Tag der Hafenentlassung erfahren und in der Not nicht  nur Vereins- und Privatkonto geleert, sondern auch privaten Kredit aufgenommen. Damit nicht die ganze Mühe umsonst war!

 

.Also

Am 22. Januar in der Früh stand er neben unserer Schule und wurde sofort von uns und unseren Helfern geleert.

 

 

 

 

 

 

 

            

 

    Das war am Freitag....

 

....... Und am Montag konnten unsere Erstklässler auch schon als Erste an den neuen Schulbänken sitzen, zwar immer noch mit dem obligatorischen Mund- und Nasenschutz, aber endlich mit genügend Platz für jedes Kind!

 

 

Inzwischen sind auch die anderen Klassen besser ausgestattet, und der große Kopierer macht es möglich, die fast täglich nötigen Kopien für die große Anzahl der Schüler'innen zügig auszudrucken.

Nach und nach werden die mitgeschickten Sachen in Gebrauch genommen, und wir werden Anfang des nächsten Schuljahres so weit sein, alles in unsere Projekte zu integrieren.

wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
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28. Februar 2021 7 28 /02 /Februar /2021 18:25
Hier soll sie entstehen!

Drei Tage lang musste ich mich mit meinen ersten Einträgen - vom Bau und den Anfängen unserer kleinen Schule - beschäftigen, denn ihre Konfiguration behinderte die empfohlene Umstellung auf https-Format.

Letztendlich blieb mir nichts anderes übrig, als die beanstandeten Posts zu löschen... aber nicht ohne sie vorher zu kopieren, als Erinnerung an unsere Anfänge...

Es ist so lange her!

Unser Sozial- und Bildungszentrum entsprang ja zunächst unserer Vorstellungskraft - "IMAGINE" - , professionell unterstützt und in einem wunderbaren Plan konkretisiert durch unseren langjährigen  Freund, Architekt Michael Gerspacher, der uns zutraute, das auch zu verwirklichen. Dafür sind wir ihm unendlich dankbar!

Er war es auch, der uns dahin lenkte, ein erweiterungsfähiges Gebäude zu konzipieren, damit wir auch mit bescheidenen Mitteln sofort einen ersten Bauabschnitt beginnen könnten, der direkt funktionsfähig sein sollte. Später könnten dann je nach Bedarf und Finanzkraft weitere Bauabschnitte realisiert werden.

Und so haben wir es gemacht!

Es war nicht nur gut so, was die Gebäude betraf, sondern auch - und das war natürlich das Wichtigste - für unsere Arbeit vor Ort.

So kamen wir nicht mit einem vorprogrammierten Projekt, sondern alles hatte Zeit, ganz natürlich, den örtlichen Verhältnissen und Bedürfnissen angepasst, sich fast "organisch" zu entwickeln.

Fast selber erstaunt haben wir nun - neben Kindergarten und Nähschule - eine komplette Elementarschule aufgebaut, und  die Schüler und Schülerinnen unserer sechsten Klasse bereiten sich auf die Abschlussprüfung der Pflichtschule vor, zugleich Aufnahmeprüfung für die weiterführende Schule.

Für unseren winzigen Verein Imagine Nord-Süd e.V. ein kleines Wunder, das nur durch ausdauerndes persönliches Engagement möglich war und ist! Darum "Bravo" und "Dankeschön" allen Vereinsmitgliedern, sowie Freunden und Verwandten, die mitgeholfen haben.

Anstrengende Jahre hinter uns, Stress und Sorgen ohne Ende, im Moment, und sicher auch weiterhin..... aber wir sind glücklich!

 

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28. Februar 2021 7 28 /02 /Februar /2021 17:32

Imagine Nord-Süd e.V., Ehrenkirchen

 

Jahresbericht 2020

 

Dieses weltweit denkwürdige Jahr hat – im Senegal wie auch hier – ganz «normal» begonnen. Der neue stellvertretende Direktor hatte viel Wert auf die interne Weiterbildung der Lehrer gelegt und damit eine gute Dynamik in Gang gebracht. Die Abberufung einer unserer Lehrerinnen in den staatlichen Schuldienst kam überraschend im Januar, konnte aber schnell überbrückt werden.

 

Dank der Unterstützung der Stiftung Brücke Ende 2019 konnte Pierre die Ausstattung der Ausbildungsstätte im Kunsthandwerkerdorf vervollständigen, einige erste Verkaufsgegenstände für den Kiosk daneben erstehen, eine Nählehrerin engagieren und die Eröffnung für Mitte März vorbereiten. Die Flyer und Einladungen waren gedruckt und teilweise schon verschickt, als wegen Corona alles gestoppt wurde.

 

Schulen und schulische Ausbildungsstätten mussten schließen, auch der Flughafen wurde geschlossen, folglich bestand keine Aussicht auf Touristen. Allerdings war durch weitere Maßnahmen nach europäischem Beispiel die Bevölkerung insgesamt schockiert und beunruhigt . Niemand wusste, wie es weitergehen würde, da war der Stop unseres Projekts im Kunsthandwerkerdorf nebensächlich...

 

Wie lange dieser Zustand dauern würde, hatte niemand geahnt, Möglichkeiten, über Internet den Unterricht zu gewährleisten, gab es für uns nicht, denn nur ein kleiner Teil der Eltern hatte Zugang – und auch nur zeitweise und nur mit Smartphone. Nachdem allgemein klar wurde, dass es andauern würde, strahlte das staatliche Fernsehen regelmässig Schulsendungen aus - zwar eine gute Initiative, die wir nicht nutzen konnten, da hauptsächlich für Abschlussklassen.

 

Für Pierre gab es zuerst, trotz Coronastress, ein bisschen Ruhe und mehr Zeit um manche Büroarbeiten zu erledigen, zu denen er vorher nicht gekommen war.

Mehrere Spenden von Mitgliedern und Freunden, sowie eine staatliche Zuwendung auf Antrag hin, halfen in dieser schwierigen Zeit den Wegfall der Elternbeiträge zu kompensieren und die Gehälter unserer Lehrer und des Wärters weiter zu zahlen.

 

Im Mai organisierte Pierre dann, mit der Unterstützung von Tukolere Wamu e.V., den schon vor Ausbruch der Pandemie genehmigten Bau der Mauer zur Verbesserung der Sicherheit. Die Zusage einer Unterstützung für die Erweiterung der sanitären Anlagen wurde wegen vieler dringender Hilfsgesuche in anderen afrikanischen Regionen zurückgezogen.

 

 

Was die Aktivitäten von Imagine Nord-Süd e.V. hier in Deutschland betrifft, möchte ich den Text von Dorothea Siegert-Binder für das lokale «Blättle» Ehrenkirchen einfügen:

 

« Gemeinsam sind wir stark - Wir möchten DANKE sagen!

 

Wir sind der Verein Imagine Nord-Süd e.V., mit Sitz in Ehrenkirchen, der zwar nur 14

Mitglieder zählt, aber schon vieles auf die Beine gestellt hat.

Im Laufe der letzten 15 Jahre haben wir uns für ein Projekt im Senegal stark gemacht und vieles erreicht. So wurde in Kaolak ein Schulzentrum gebaut mit Vorschule, Grundschule und einer Nähschule.

Da unsere Vorsitzende Maria Schneider-Wilane meist im Senegal vor Ort ist, kennt sie die prekäre Situation der Menschen dort und weiß um aktuelle Notwendigkeiten, was unser Projekt betrifft.

In den letzten 2 Jahren haben wir viele wichtige Gegenstände, wie Nähmaschinen, Rollstühle und Pädagogik-Material gesammelt, die in Afrika dringend gebraucht werden und planten, sie in einem Container zu schicken. So waren die ausrangierten, aber noch gut erhaltenen Schulmöbel der Kirchhofener Grundschule, die wir im November 2019 erhielten, ein Geschenk des Himmels und der Gemeinde Ehrenkirchen! Vielen Dank!

 

Bis alles, mitsamt unseren gesammelten Hilfsgütern, am 6.11. 2020 in einem großen Schiffscontainer landete, war es ein langer Weg, auf dem viele Menschen mitgeholfen haben.

Wir danken Herrn Leppert, der immer hilfsbereit mit Rat und Tat zur Stelle war und uns kurzfristig Räume als Zwischenlager zur Verfügung stellte, damit die an verschiedenen Orten „gesammelten Werke“ zur Beladung bereit waren.

Wir danken seinen Kollegen und den tatkräftigen Männern vom Arbeitskreis Ortsgeschichte für das beladen des Auflegers der Firma Dischinger

 

Wir danken Herrn Stöhr (Firma Dischinger), für die 1 Jahr währende (bedingt auch durch Corona) Lagerung der Möbel. Beim Beladen des Containers wurde uns auch, vom ihm organisiert, ein Gabelstapler für die schweren Teile zur Verfügung gestellt.

 

Das Kreativteam der Evangelischen Kirche hat uns durch den Verkauf der selbstgemachten Adventsgestecke im letzten Jahr eine großartige Spende gemacht, die zur Finanzierung des Containers wesentlich beigetragen hat. Herzlichen Dank dafür !

 

Durch einen Antrag bei Engagement Global übernahm diese Institution, nach bestandener Trägerprüfung unseres Vereins, die gesamte Organisation und den größten Teil der Kosten. Danke!!!

 

 

 

Wir danken allen Männern und Frauen, die mit viel Muskelkraft den Container beladen haben, so dass er endlich vollbepackt, verzollt und versiegelt abgeholt und auf Reisen geschickt werden konnte. Was lange währt, wird endlich gut!

 

 

 

Für die Mitglieder des Vereins und einige Freunde, Helfer und Unterstützer war es eine langwierige, schließlich aber gelungene Aktion.

 

 

 

 

Wir haben es wirklich erfahren dürfen: Gemeinsam sind wir stark! "

 

 

 

 

 

 

.........unterdessen....

 

 

........... begann im Senegal das nächste Schuljahr.

Zuerst, ab dem 5.November für die Lehrkräfte, die sich auf die neue Situation vorbereiten mussten und eine Woche später für die Schüler:Für uns war es, neben den materiellen Vorbereitungen, die Gelegenheit in kürzester Zeit drei neue Lehrkräfte zu finden - und zu engagieren!

 

Zusätzlich war der Schulanfang dieses Jahr vom unerwarteten Tod von Leopold Sène überschattet, der seit drei Jahren an unserer Schule in Wolof und Französisch unterrichtete und der uns allen sehr fehlen wird.

 

Dank des - wie immer vollen - Einsatzes von Pierre, auch bei dem Bau des nötigen neuen Klassenraumes, sowie den gemeinsamer Bemühungen von Schulleitung, Lehrerschaft, Schülern und einigen Eltern, konnten wir nach diesem schwierigen Anfang in kurzer Zeit wieder zu einem « normal funktionierendem Schulalltag » übergehen.

 

Allerdings wurde die Hoffnung auf baldige Ankunft des Containers vor Ort, angesichts der wachsenden Schülerzahl zu einer dringenden Notwendigkeit, denn die Schüler saßen eng gedrängt in ihren Schulbänken. Das war bei der auch hier wachsenden Zahl an Covid-Erkrankungen nicht mehr vertretbar.

 

Leider kam unser Material trotz schnell erwirkter Zollbefreiung seitens des Erziehungsministeriums, nicht vor Jahresende in der Schule an.

 

Da dies aber nicht unsere einzige Sorge war – wir erwarten in diesem Schuljahr die Inspektion, die nach der Vorschule auch für unsere Grundschule die offizielle Anerkennung bringen soll - , haben wir inzwischen mit dem dringend erforderlichen Bau zusätzlicher Toiletten begonnen, ohne zu wissen, ob wir damit rechtzeitig fertig würden.

 

So endete das Jahr 2020 zwar sang- und klanglos, im Senegal diesmal sogar ohne Weihnachtsferien, aber zufrieden mit dem bisher Geschafften und voller Hoffnung auf das kommende Jahr.

 

In diesem Sinne sagen wir : »Tausend Dank allen Spendern und Helfern, mit

unseren besten Wünschen für das Jahr 2021!».

 

Auch der von der Stiftung Alternaid gespendete Schulbus ist nach vielen Blockaden endlich in Betrieb !

 

 

 

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