Overblog
Folge diesem Blog Administration + Create my blog
5. März 2021 5 05 /03 /März /2021 14:22

 

Es war höchste Zeit für unsere Schüler! 

Mit der Perspektive auf genügend Schulbänke bei Ankunft des Containers aus Deutschland hatten wir dieses Jahr in Kaolack keine neuen bestellt. Wir hofften auf Ankunft unserer Materialsendung bei - oder kurz nach - dem Schulanfang, dieses Jahr erst am 15. November.

Leider hatte sich das Ganze aber schon auf deutscher Seite etwas verzögert (siehe Jahresbericht), und wurde im Senegal erst nach langwierigem Hin und Her, viel Stress und - trotz ministerieller Zollbefreiung -  hohen Ausgaben aus dem Hafen entlassen.

Später haben wir von einem Freund erfahren, dass die Hinauszögerung am Hafen Methode hat: sein Verein hatte die entstandenen Standkosten für einen zollbefreiten Hilfscontainer aus Europa nicht bezahlen können und hat ihn samt Inhalt verloren!

Wir haben die Höhe dieser zusätzlichen Kosten erst am Tag der Hafenentlassung erfahren und in der Not nicht  nur Vereins- und Privatkonto geleert, sondern auch privaten Kredit aufgenommen. Damit nicht die ganze Mühe umsonst war!

 

.Also

Am 22. Januar in der Früh stand er neben unserer Schule und wurde sofort von uns und unseren Helfern geleert.

 

 

 

 

 

 

 

            

 

    Das war am Freitag....

 

....... Und am Montag konnten unsere Erstklässler auch schon als Erste an den neuen Schulbänken sitzen, zwar immer noch mit dem obligatorischen Mund- und Nasenschutz, aber endlich mit genügend Platz für jedes Kind!

 

 

Inzwischen sind auch die anderen Klassen besser ausgestattet, und der große Kopierer macht es möglich, die fast täglich nötigen Kopien für die große Anzahl der Schüler'innen zügig auszudrucken.

Nach und nach werden die mitgeschickten Sachen in Gebrauch genommen, und wir werden Anfang des nächsten Schuljahres so weit sein, alles in unsere Projekte zu integrieren.

wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
wir haben drauf gewartet
Diesen Post teilen
Repost0
28. Februar 2021 7 28 /02 /Februar /2021 18:25
Hier soll sie entstehen!

Drei Tage lang musste ich mich mit meinen ersten Einträgen - vom Bau und den Anfängen unserer kleinen Schule - beschäftigen, denn ihre Konfiguration behinderte die empfohlene Umstellung auf https-Format.

Letztendlich blieb mir nichts anderes übrig, als die beanstandeten Posts zu löschen... aber nicht ohne sie vorher zu kopieren, als Erinnerung an unsere Anfänge...

Es ist so lange her!

Unser Sozial- und Bildungszentrum entsprang ja zunächst unserer Vorstellungskraft - "IMAGINE" - , professionell unterstützt und in einem wunderbaren Plan konkretisiert durch unseren langjährigen  Freund, Architekt Michael Gerspacher, der uns zutraute, das auch zu verwirklichen. Dafür sind wir ihm unendlich dankbar!

Er war es auch, der uns dahin lenkte, ein erweiterungsfähiges Gebäude zu konzipieren, damit wir auch mit bescheidenen Mitteln sofort einen ersten Bauabschnitt beginnen könnten, der direkt funktionsfähig sein sollte. Später könnten dann je nach Bedarf und Finanzkraft weitere Bauabschnitte realisiert werden.

Und so haben wir es gemacht!

Es war nicht nur gut so, was die Gebäude betraf, sondern auch - und das war natürlich das Wichtigste - für unsere Arbeit vor Ort.

So kamen wir nicht mit einem vorprogrammierten Projekt, sondern alles hatte Zeit, ganz natürlich, den örtlichen Verhältnissen und Bedürfnissen angepasst, sich fast "organisch" zu entwickeln.

Fast selber erstaunt haben wir nun - neben Kindergarten und Nähschule - eine komplette Elementarschule aufgebaut, und  die Schüler und Schülerinnen unserer sechsten Klasse bereiten sich auf die Abschlussprüfung der Pflichtschule vor, zugleich Aufnahmeprüfung für die weiterführende Schule.

Für unseren winzigen Verein Imagine Nord-Süd e.V. ein kleines Wunder, das nur durch ausdauerndes persönliches Engagement möglich war und ist! Darum "Bravo" und "Dankeschön" allen Vereinsmitgliedern, sowie Freunden und Verwandten, die mitgeholfen haben.

Anstrengende Jahre hinter uns, Stress und Sorgen ohne Ende, im Moment, und sicher auch weiterhin..... aber wir sind glücklich!

 

Diesen Post teilen
Repost0
28. Februar 2021 7 28 /02 /Februar /2021 17:32

Imagine Nord-Süd e.V., Ehrenkirchen

 

Jahresbericht 2020

 

Dieses weltweit denkwürdige Jahr hat – im Senegal wie auch hier – ganz «normal» begonnen. Der neue stellvertretende Direktor hatte viel Wert auf die interne Weiterbildung der Lehrer gelegt und damit eine gute Dynamik in Gang gebracht. Die Abberufung einer unserer Lehrerinnen in den staatlichen Schuldienst kam überraschend im Januar, konnte aber schnell überbrückt werden.

 

Dank der Unterstützung der Stiftung Brücke Ende 2019 konnte Pierre die Ausstattung der Ausbildungsstätte im Kunsthandwerkerdorf vervollständigen, einige erste Verkaufsgegenstände für den Kiosk daneben erstehen, eine Nählehrerin engagieren und die Eröffnung für Mitte März vorbereiten. Die Flyer und Einladungen waren gedruckt und teilweise schon verschickt, als wegen Corona alles gestoppt wurde.

 

Schulen und schulische Ausbildungsstätten mussten schließen, auch der Flughafen wurde geschlossen, folglich bestand keine Aussicht auf Touristen. Allerdings war durch weitere Maßnahmen nach europäischem Beispiel die Bevölkerung insgesamt schockiert und beunruhigt . Niemand wusste, wie es weitergehen würde, da war der Stop unseres Projekts im Kunsthandwerkerdorf nebensächlich...

 

Wie lange dieser Zustand dauern würde, hatte niemand geahnt, Möglichkeiten, über Internet den Unterricht zu gewährleisten, gab es für uns nicht, denn nur ein kleiner Teil der Eltern hatte Zugang – und auch nur zeitweise und nur mit Smartphone. Nachdem allgemein klar wurde, dass es andauern würde, strahlte das staatliche Fernsehen regelmässig Schulsendungen aus - zwar eine gute Initiative, die wir nicht nutzen konnten, da hauptsächlich für Abschlussklassen.

 

Für Pierre gab es zuerst, trotz Coronastress, ein bisschen Ruhe und mehr Zeit um manche Büroarbeiten zu erledigen, zu denen er vorher nicht gekommen war.

Mehrere Spenden von Mitgliedern und Freunden, sowie eine staatliche Zuwendung auf Antrag hin, halfen in dieser schwierigen Zeit den Wegfall der Elternbeiträge zu kompensieren und die Gehälter unserer Lehrer und des Wärters weiter zu zahlen.

 

Im Mai organisierte Pierre dann, mit der Unterstützung von Tukolere Wamu e.V., den schon vor Ausbruch der Pandemie genehmigten Bau der Mauer zur Verbesserung der Sicherheit. Die Zusage einer Unterstützung für die Erweiterung der sanitären Anlagen wurde wegen vieler dringender Hilfsgesuche in anderen afrikanischen Regionen zurückgezogen.

 

 

Was die Aktivitäten von Imagine Nord-Süd e.V. hier in Deutschland betrifft, möchte ich den Text von Dorothea Siegert-Binder für das lokale «Blättle» Ehrenkirchen einfügen:

 

« Gemeinsam sind wir stark - Wir möchten DANKE sagen!

 

Wir sind der Verein Imagine Nord-Süd e.V., mit Sitz in Ehrenkirchen, der zwar nur 14

Mitglieder zählt, aber schon vieles auf die Beine gestellt hat.

Im Laufe der letzten 15 Jahre haben wir uns für ein Projekt im Senegal stark gemacht und vieles erreicht. So wurde in Kaolak ein Schulzentrum gebaut mit Vorschule, Grundschule und einer Nähschule.

Da unsere Vorsitzende Maria Schneider-Wilane meist im Senegal vor Ort ist, kennt sie die prekäre Situation der Menschen dort und weiß um aktuelle Notwendigkeiten, was unser Projekt betrifft.

In den letzten 2 Jahren haben wir viele wichtige Gegenstände, wie Nähmaschinen, Rollstühle und Pädagogik-Material gesammelt, die in Afrika dringend gebraucht werden und planten, sie in einem Container zu schicken. So waren die ausrangierten, aber noch gut erhaltenen Schulmöbel der Kirchhofener Grundschule, die wir im November 2019 erhielten, ein Geschenk des Himmels und der Gemeinde Ehrenkirchen! Vielen Dank!

 

Bis alles, mitsamt unseren gesammelten Hilfsgütern, am 6.11. 2020 in einem großen Schiffscontainer landete, war es ein langer Weg, auf dem viele Menschen mitgeholfen haben.

Wir danken Herrn Leppert, der immer hilfsbereit mit Rat und Tat zur Stelle war und uns kurzfristig Räume als Zwischenlager zur Verfügung stellte, damit die an verschiedenen Orten „gesammelten Werke“ zur Beladung bereit waren.

Wir danken seinen Kollegen und den tatkräftigen Männern vom Arbeitskreis Ortsgeschichte für das beladen des Auflegers der Firma Dischinger

 

Wir danken Herrn Stöhr (Firma Dischinger), für die 1 Jahr währende (bedingt auch durch Corona) Lagerung der Möbel. Beim Beladen des Containers wurde uns auch, vom ihm organisiert, ein Gabelstapler für die schweren Teile zur Verfügung gestellt.

 

Das Kreativteam der Evangelischen Kirche hat uns durch den Verkauf der selbstgemachten Adventsgestecke im letzten Jahr eine großartige Spende gemacht, die zur Finanzierung des Containers wesentlich beigetragen hat. Herzlichen Dank dafür !

 

Durch einen Antrag bei Engagement Global übernahm diese Institution, nach bestandener Trägerprüfung unseres Vereins, die gesamte Organisation und den größten Teil der Kosten. Danke!!!

 

 

 

Wir danken allen Männern und Frauen, die mit viel Muskelkraft den Container beladen haben, so dass er endlich vollbepackt, verzollt und versiegelt abgeholt und auf Reisen geschickt werden konnte. Was lange währt, wird endlich gut!

 

 

 

Für die Mitglieder des Vereins und einige Freunde, Helfer und Unterstützer war es eine langwierige, schließlich aber gelungene Aktion.

 

 

 

 

Wir haben es wirklich erfahren dürfen: Gemeinsam sind wir stark! "

 

 

 

 

 

 

.........unterdessen....

 

 

........... begann im Senegal das nächste Schuljahr.

Zuerst, ab dem 5.November für die Lehrkräfte, die sich auf die neue Situation vorbereiten mussten und eine Woche später für die Schüler:Für uns war es, neben den materiellen Vorbereitungen, die Gelegenheit in kürzester Zeit drei neue Lehrkräfte zu finden - und zu engagieren!

 

Zusätzlich war der Schulanfang dieses Jahr vom unerwarteten Tod von Leopold Sène überschattet, der seit drei Jahren an unserer Schule in Wolof und Französisch unterrichtete und der uns allen sehr fehlen wird.

 

Dank des - wie immer vollen - Einsatzes von Pierre, auch bei dem Bau des nötigen neuen Klassenraumes, sowie den gemeinsamer Bemühungen von Schulleitung, Lehrerschaft, Schülern und einigen Eltern, konnten wir nach diesem schwierigen Anfang in kurzer Zeit wieder zu einem « normal funktionierendem Schulalltag » übergehen.

 

Allerdings wurde die Hoffnung auf baldige Ankunft des Containers vor Ort, angesichts der wachsenden Schülerzahl zu einer dringenden Notwendigkeit, denn die Schüler saßen eng gedrängt in ihren Schulbänken. Das war bei der auch hier wachsenden Zahl an Covid-Erkrankungen nicht mehr vertretbar.

 

Leider kam unser Material trotz schnell erwirkter Zollbefreiung seitens des Erziehungsministeriums, nicht vor Jahresende in der Schule an.

 

Da dies aber nicht unsere einzige Sorge war – wir erwarten in diesem Schuljahr die Inspektion, die nach der Vorschule auch für unsere Grundschule die offizielle Anerkennung bringen soll - , haben wir inzwischen mit dem dringend erforderlichen Bau zusätzlicher Toiletten begonnen, ohne zu wissen, ob wir damit rechtzeitig fertig würden.

 

So endete das Jahr 2020 zwar sang- und klanglos, im Senegal diesmal sogar ohne Weihnachtsferien, aber zufrieden mit dem bisher Geschafften und voller Hoffnung auf das kommende Jahr.

 

In diesem Sinne sagen wir : »Tausend Dank allen Spendern und Helfern, mit

unseren besten Wünschen für das Jahr 2021!».

 

Auch der von der Stiftung Alternaid gespendete Schulbus ist nach vielen Blockaden endlich in Betrieb !

 

 

 

Diesen Post teilen
Repost0
12. Oktober 2020 1 12 /10 /Oktober /2020 14:08

Mais qu'est-ce qui t'a pris de nous quitter comme ça, à quelques semaines de la rentrée?!

Bien-sûr, nous savons bien que tu as lutté, que tu ne voulais quitter ni ta famille ni tes élèves, ni cette école où tu as fait de petits miracles.

Enseignant de "la vieille école", tu as fait plus que mettre en oeuvre ton savoir-faire. Tu as relevé le défi d'accepter une classe "double niveau", CP et CE1, avec des élèves qui nous "sont tombé dessus" à la rentrée 2017-2018, dont quelques-uns étaient près de l'abandon scolaire. Tout cela en appliquant l'enseignement bilingue Wolof/Français de notre établissement, avec intelligence, gentillesse et efficacité:

Non seulement, la plupart des élèves du CP savaient lire en wolof et un peu aussi en français à la fin de l'année scolaire, mais ta patience avait eu raison de certains blocages des élèves du CE1, qui étaient prêts alors à poursuivre une classe "normale" de CE2 avec un nouvel enseignant.

Les deux années suivantes, tu tenais à suivre "tes élèves"... qui en étaient heureux.

 

Et je suis sûre que tu te serais encore battu pour les amener jusqu'à la fin de leurs études élémentaires...

Mais voilà, tu as dû accepter la dernière chose que nous devons tous accepter, mais que personne n'attendait, et qui nous rend si triste, car on t'aurait souhaité encore une longue vie heureuse.

On a eu tout juste le temps de te dire qu'on tenait à toi, en espérant te retrouver en pleine forme à la rentrée si proche.

A nous maintenant d'accepter ton départ, mais vraiment, Léo, tu vas nous manquer!

 

 

 

    Nous ne t'oublierons pas.             

 

 

                                     Léopold Sène           R.I.P.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diesen Post teilen
Repost0
7. September 2020 1 07 /09 /September /2020 18:12

Teil I

Teilweise so verschwommen wie das durchlöcherte Strohdach meines von heftigen Regenfällen lädierten Lehmhauses auf dem Foto: meine Erinnerungen an den Anfang des vergangenen Schuljahrs. 

Die Fotos - erst vor ein paar Tagen, 11 Monate danach, habe ich sie wieder angeschaut-, sie helfen mir, die Ereignisse mit etwas Abstand zu betrachten.

Viel Arbeit, um die Schule "in Schuss" zu bringen, ein kleines Zimmer (Ersatz für's Lehmhaus) für mich, weil ich gern in der Schule übernachte, wenn "es los geht".

 

Probleme, den Schulbus durch das provisorische Tor aus dem Schulhof zu manövrieren, aber bravo, mit Helfern, improvisierten Hilfsmitteln und Geschick des Fahrers (wieder mal Lamine/Pierre, unser "Mann für alles" am Steuer) ist es ohne Schaden gelungen.

 

 

Dann mussten zwei neue Lehrkräfte gefunden werden, für die neue Klasse und als Ersatz für den Lehrer der zweiten Klasse, der nach Dakar gezogen war. Auch eine zusätzliche Kindergärtnerin und einen neuen stellvertretenden Direktor konnten wir rechtzeitig vor Schulanfang engagieren.

Ja, es hatte vielversprechend angefangen, dieses Schuljahr 2019-2020: so viele Anmeldungen wie noch nie, sogar Kinder von Lehrern anderer Schulen.

Die Eltern zahlen eine einmalige Anmeldesumme (Kiga 5€, Grundschule 7,50€), eine Monatsgebühr im voraus (Kiga 3,80€, Grundschule 5€ und soweit sie neu an der Schule sind noch eine Beteiligung an den Kosten der "Schuluniform" (bei uns nur eine Art Kittelschürze 2, bzw 3€).                                                                                              Das sind hier sehr niedrige Gebühren, die für die meisten Familien in unserem Umfeld erschwinglich sind; bei mehreren Kindern und bedürftigen Familien gibt es Ermäßigung oder Patenschaft.

Der ungewöhnliche Andrang und die Vorstellung von großen Einkünften hat leider schlimme Begehrlichkeiten erweckt.

So kam es dazu, dass ich am 11. Oktober gegen 2 Uhr morgens durch ein Krachen an der Tür aus dem Schlaf gerissen und von vier vermummten, mit langen Eisenrohren bewaffneten Männern bedroht wurde, die meine Rufe nach dem Wächter augenblicklich stoppten und Geld ("l'argent, l'argent!!!) forderten.

Trotz des Schreckens wollte ich besonders schlau sein und sagte, mein Mann habe es mitgenommen. Es hat mir augenblicklich leid getan und ich wusste, dass der Schlag, der meinen Arm brach, "nur" eine Warnung war. In der Tasche, dessen "Versteck" ich darauf sofort gezeigt habe, waren etwa 600€. Das Geld hat uns verflixt in den nächsten Tagen gefehlt (danach haben Spenden uns ausgeholfen, 1000 Dank dafür!), aber ich war heilfroh, mich damit aus dieser lebensbedrohlichen Situation befreien zu können.

Ich bin sehr glücklich, dass meine Nerven standgehalten haben, und dass meine Angreifer doch noch die moralische Bremse hatten, nicht bis zum Äußersten zu gehen (zeitweise bedrohte mich der "Schläger" direkt am Nacken, hat mir aber "nur" noch einen Schlag auf das rechte Bein, etwas oberhalb des Knies, versetzt). Nachdem sie das Geld in der Tasche gefunden hatten, verschwanden sie schnell und lautlos...

Seltsamerweise sind die beiden darauf folgenden Wochen schlimmer in meiner Erinnerung als diese Nacht, die etwas Irreales, Albtraumhaftiges behält: das kann mir doch nicht passiert sein!                            

Abschied, Foto so verschwommen wie meine Erinnerung

Krankenhaus: warten, warten warten... Operation? aber bitte nicht in Kaolack, provisorischer Gips, hin und her zu Polizei, Krankenhaus, von Klinik zu Klinik als ich es nicht mehr aushalten kann, schließlich Hilfe in Dakar: ein genialer Arzt bringt meine beiden Knochenteile wieder zusammen, ohne Operation, nur durch "Manipulation" im wahren Sinn des Wortes! Sehr schmerzhaft, aber meine Finger bewegen sich wieder! Gips für 5 Wochen... Ich bin so erleichtert. Meine Dankbarkeit diesem Mann gegenüber ist größer und bleibender als die Wut über den Überfall und alles, was danach so schlecht gelaufen ist!

Verwüstetes Büro- hier wurde zuerst nach Geld gesucht-, Elisas teurer Fotoapparat und mein Pass verschwunden, Autopanne, mit Bus und Taxis hin und her zwischen Kaolack und Dakar, Schmerzen und Stress...

Zwei Wochen nach dem Schrecken endlich mein Rückflug, Ruhe, wieder Krankenhausbesuch, diesmal Colmar... und aus den angesagten 5 Wochen werden  eine lange, immer wieder bis schließlich 15 Wochen verlängerte Frist, bevor mein Arm endgültig "befreit" wird, nachdem mein Schultergelenk mir schon viele schlaflose Nächte beschert hat...

Kaum hat meine Physiotherapie begonnen, beginnt auch schon das nächste - diesmal für die ganze Welt - unglaubliche Kapitel: Corona - Pandemie....

 

 

 

 

 

 

Teil II

Nun saß ich zu Hause fest, ausgerechnet in der damals am schlimmsten betroffenen Region Frankreichs, nahe bei Mulhouse. Isolation für alle, keine Physiotherapie mehr, ob Schmerzen oder nicht.

Weit davon entfernt, vor Schuljahrsende nach Kaolack zu reisen, war mir auch der Weg nach Deutschland verwehrt, und vom Haus durfte ich mich - wie alle Franzosen - nur mit schriftlicher Erklärung für 1 Std 1km weit entfernen (außer Arzttermin).

 

 

Zum Glück hat es im Garten schön geblüht wie immer im Frühling, und statt Gästen leisteten mir Tomatensetzlinge Gesellschaft.

 

Während ich aber zuerst wegen Gipsarm, dann auf Grund von Corona-Maßnahmen in Europa zu Hause saß, musste unser Zentrum in Kaolack natürlich weiter "funktionieren".

Ja, dank Pierre, der vor Ort geblieben ist, und unseres motivierten Personals geht der Schulbetrieb seinen gewohnten Gang, was mich sehr beruhigt... und meine Sehnsucht wieder weckt.

 

 

 

"Nebenher" können dank der Unterstützung durch die Stiftung Brücke aus Emmendingen unser Atelier und der Verkaufskiosk im Kunsthandwerkerdorf fertig ausgestattet werden, sodass eine offizielle Eröffnung für Ende März geplant ist....                                                                                                                                     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.... jedoch Mitte März

ist auch im Senegal Corona angekommen,

Schulen und Ausbildungsstätten werden sofort geschlossen, und strenge Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie getroffen. Von Touristen ist nicht mehr zu träumen, unsere Einladungen zur Eröffnung enden in einer Schublade ... vorläufig, denn mit dem neuen Schuljahr soll auch dieses Projekt endlich starten.

So ging wie in vielen Ländern auch unser Schuljahr im Senegal sang- und klanglos zu Ende. Unsere Schüler wurden vom Staat mit Fernseh- und Radiosendungen versorgt, um sie zu Hause zum Weiterlernen anzuregen.

Was daraus geworden ist, werden wir bald erfahren, wenn Mitte November das nächste Schuljahr beginnt.  Unterricht per Internet wäre nur wenigen Schülern zu nutzen gekommen, Ferienkurse sind wiederholt ausdrücklich verboten worden.

Die Ausgangssituation für das Schuljahr 2020-2021 ist nicht sehr gut, aber so geht es allen.

Statt Hände ringend über die "schlimmen Lernlücken" zu jammern, wie es Lehrer gern tun (ich weiß es aus Erfahrung), möchte ich auf die Intelligenz unserer Schüler bauen und unsere Lehrer dazu motivieren, mit Erfindergeist und Energie die "verlorene" Zeit wett zu machen.

 

Diesen Post teilen
Repost0
19. Juni 2019 3 19 /06 /Juni /2019 14:06
Unser Kiosk sticht von Weitem ins Auge, attraktiv von drei Seiten (... nach ein paar zusätzlichen Pinselstrichen und einer kleinen Säuberungsaktion im Umfeld)
Unser Kiosk sticht von Weitem ins Auge, attraktiv von drei Seiten (... nach ein paar zusätzlichen Pinselstrichen und einer kleinen Säuberungsaktion im Umfeld)
Unser Kiosk sticht von Weitem ins Auge, attraktiv von drei Seiten (... nach ein paar zusätzlichen Pinselstrichen und einer kleinen Säuberungsaktion im Umfeld)

Unser Kiosk sticht von Weitem ins Auge, attraktiv von drei Seiten (... nach ein paar zusätzlichen Pinselstrichen und einer kleinen Säuberungsaktion im Umfeld)

Jetzt sind sie beide fertig: der Kiosk und das Atelier. Sie haben schon Aufsehen erregt und andere Kioskbetreiber zu neuer Dekoration angeregt. So gibt es Hoffnung auf neue Belebung der Aktivitäten im Kunsthandwerkerdorf!

Es fehlen noch die Innenausstattung und ein Angebot erster Verkaufsobjekte, damit im Oktober mit Schulanfang die Ausbildung und der Verkauf zugleich starten können.

Das ist nun unsere Ferienaufgabe! Spenden dafür sind höchst willkommen! Damit Sie sich mit uns auf die Eröffnung freuen können!

                           

                             Drum hier nochmal das Spendenkonto von Imagine Nord-Süd e.V.

                            bei der Volksbank Staufen,     IBAN: DE82 6809 2300 0002 4805 06

                                               

PS: Liebe Leser. Sie sind noch nicht sehr zahlreich, und die "social media" sind nicht so meine Sache. Vielleicht könnte ja jeder, der unsere Projekte gut findet, einen Link an Freunde schicken?

Diesen Post teilen
Repost0
7. Mai 2019 2 07 /05 /Mai /2019 11:35

 

Das Kunsthandwerkerdorf von Kaolack liegt in der Stadtmitte, direkt gegenüber dem großen Krankenhaus. Wie in Dakar oder Mbour zum Beispiel, ist es hauptsächlich als Attraktion für Touristen gedacht, die hier Souvenirs kaufen können.

 

Leider ist nun Kaolack für Touristen nicht sehr anziehend, so scheint das "Dorf" auch etwas vernachlässigt, außer einigen adretten Boutiken, deren Besitzer ihre Ware überwiegend selbst vor Ort herstellen und an die wenigen Besucher zu verkaufen suchen.

Warum haben wir dennoch diesen anscheinend wenig Erfolg versprechenden Standort für unser Projekt ausgewählt?

Kaum woanders ist es möglich, eine Ausbildungs- und Produktionswerkstatt mit einem Verkaufskiosk mitten in Kaolack zu bekommen oder zu bauen. Und wir sind fest davon überzeugt, dass Kunden "her gelockt" werden können - nicht nur Touristen, auch die Stadtbewohner!

Hier ein paar Bilder von den Bautätigkeiten und -Fortschritten, die wir diesen Monat noch laufend bis Fertigstellung ergänzen. 

Hier entsteht der zukünftige Verkaufsraum, (fast) zentral in dem "Dorf", nahe dem Eingangsplatz
Hier entsteht der zukünftige Verkaufsraum, (fast) zentral in dem "Dorf", nahe dem Eingangsplatz
Hier entsteht der zukünftige Verkaufsraum, (fast) zentral in dem "Dorf", nahe dem Eingangsplatz
Hier entsteht der zukünftige Verkaufsraum, (fast) zentral in dem "Dorf", nahe dem Eingangsplatz

Hier entsteht der zukünftige Verkaufsraum, (fast) zentral in dem "Dorf", nahe dem Eingangsplatz

Etwas "abseits", aber dafür mehr als doppelt so groß, die Lehr- und Produktionswerkstatt. Hier musste zuerst der Müll entsorgt werden...
Etwas "abseits", aber dafür mehr als doppelt so groß, die Lehr- und Produktionswerkstatt. Hier musste zuerst der Müll entsorgt werden...
Etwas "abseits", aber dafür mehr als doppelt so groß, die Lehr- und Produktionswerkstatt. Hier musste zuerst der Müll entsorgt werden...
Etwas "abseits", aber dafür mehr als doppelt so groß, die Lehr- und Produktionswerkstatt. Hier musste zuerst der Müll entsorgt werden...
Etwas "abseits", aber dafür mehr als doppelt so groß, die Lehr- und Produktionswerkstatt. Hier musste zuerst der Müll entsorgt werden...

Etwas "abseits", aber dafür mehr als doppelt so groß, die Lehr- und Produktionswerkstatt. Hier musste zuerst der Müll entsorgt werden...

 

 

Bei dem Abschlussbesuch von der Deutschen Botschaft, die wir schon von der Verzögerung informiert hatten, konnte der Baufortschritt dennoch gewürdigt werden. Wir hatten ja zwei große Bauvorhaben gleichzeitig zu stemmen: in der Schule und hier!                                                      

 

Frau Dramé und Herr Krickl zeigten sich sehr verständnisvoll und hörten aufmerksam zu, als Herr Fall als Vertreter des Vereins Handi-Imagine von dem Vertrauen und den Hoffnungen seiner Vereinsmitglieder in dieses Projekt sprach.

Wir sind absolut von der Nützlichkeit des Projekts überzeugt und werden alles daransetzen, die beiden Räume so schnell, aber auch so gut wie möglich fertig zu bauen und einzurichten,

damit die Aktivitäten nach den Sommerferien (zugleich Regenzeit im Senegal) unter besten Bedingungen beginnen können.

Wir sind glücklich über die zusätzlichen Spenden, und danken besonders einem älteren Herrn und Katharina, sowie dem Lionsclub von Bad Krozingen, der uns schon vor Kurzem bei der Wasserversorgung der Schule unterstützt hat.

 

Fast fertig; so sieht der Verkaufskiosk schon besser aus...
Fast fertig; so sieht der Verkaufskiosk schon besser aus...
Fast fertig; so sieht der Verkaufskiosk schon besser aus...

Fast fertig; so sieht der Verkaufskiosk schon besser aus...

Während das zukünftige Atelier Form annimmt, kommt auch Bewegung in die Nachbarschaft...
Während das zukünftige Atelier Form annimmt, kommt auch Bewegung in die Nachbarschaft...
Während das zukünftige Atelier Form annimmt, kommt auch Bewegung in die Nachbarschaft...

Während das zukünftige Atelier Form annimmt, kommt auch Bewegung in die Nachbarschaft...

Diesen Post teilen
Repost0
27. April 2019 6 27 /04 /April /2019 12:00

Hier noch ein paar Bilder von den Bauarbeiten für die nächsten Klassenzimmer, die von der Deutschen Botschaft bezuschusst wurden, nachdem Herr Klein uns besucht und wir auf seinen Rat hin den entsprechenden Antrag eingereicht hatten.

Ende Mai 2018 war die Zustimmung offiziell, wir konnten beginnen.

Zum besseren Verständnis zuerst eine Kopie des Plans:

Rechts von dem 6-eckigen Mehrzweckraum die zuerst erbauten Räume. Links davon der offene Raum und der kleine Stauraum, die als Provisorium im Vorjahr gebaut wurden, dann ganz links die neuen Räume, beendet mit dem umgebauten Wächterraum. Der neue Wohnraum für die Wächterfamilie liegt außerhalb dieses Plans.

Maulwurfshügel hinten im Schulhof? Nein, hier wird für Grundmauern gegraben, und hinter der Schule stellen die Arbeiter Bausteine und Eisenträger her.
Maulwurfshügel hinten im Schulhof? Nein, hier wird für Grundmauern gegraben, und hinter der Schule stellen die Arbeiter Bausteine und Eisenträger her.
Maulwurfshügel hinten im Schulhof? Nein, hier wird für Grundmauern gegraben, und hinter der Schule stellen die Arbeiter Bausteine und Eisenträger her.
Maulwurfshügel hinten im Schulhof? Nein, hier wird für Grundmauern gegraben, und hinter der Schule stellen die Arbeiter Bausteine und Eisenträger her.

Maulwurfshügel hinten im Schulhof? Nein, hier wird für Grundmauern gegraben, und hinter der Schule stellen die Arbeiter Bausteine und Eisenträger her.

Alles wird vor Ort in Handarbeit hergestellt, ohne mechanische Hilfsmittel, nicht die einfachste Mischmaschine erleichtert den Helfern die Arbeit.

Das Wasser wird mit Muskelkraft aus dem Brunnen gezogen, und grosse Mengen sind von Anfang an nötig. Aber eine Woche nach Beginn der Arbeiten versiegt der Brunnen. Dazu der Beitrag "Wasser" in der Rubrik Seiten (rechts)

Es geht trotzdem weiter, zwar nicht so schnell wie erhofft, aber ohne Unterbrechung bis zu den Sommerferien.

Einen Monat später, während das Schuljahr dem Ende zuneigt... und der Bau an die kleine Wächterwohnung heranwächst, entsteht auch schon die neue Wohnung im Hintergrund
Einen Monat später, während das Schuljahr dem Ende zuneigt... und der Bau an die kleine Wächterwohnung heranwächst, entsteht auch schon die neue Wohnung im Hintergrund
Einen Monat später, während das Schuljahr dem Ende zuneigt... und der Bau an die kleine Wächterwohnung heranwächst, entsteht auch schon die neue Wohnung im Hintergrund
Einen Monat später, während das Schuljahr dem Ende zuneigt... und der Bau an die kleine Wächterwohnung heranwächst, entsteht auch schon die neue Wohnung im Hintergrund

Einen Monat später, während das Schuljahr dem Ende zuneigt... und der Bau an die kleine Wächterwohnung heranwächst, entsteht auch schon die neue Wohnung im Hintergrund

Die Außenwände können auf der Umfassungsmauer aufgebaut werden, die dafür schon vorgesehen und entsprechend gebaut war. Nach dem Abschlussfest noch ein Blick auf den Bau, bevor ich zurück nach Europa reise
Die Außenwände können auf der Umfassungsmauer aufgebaut werden, die dafür schon vorgesehen und entsprechend gebaut war. Nach dem Abschlussfest noch ein Blick auf den Bau, bevor ich zurück nach Europa reise
Die Außenwände können auf der Umfassungsmauer aufgebaut werden, die dafür schon vorgesehen und entsprechend gebaut war. Nach dem Abschlussfest noch ein Blick auf den Bau, bevor ich zurück nach Europa reise

Die Außenwände können auf der Umfassungsmauer aufgebaut werden, die dafür schon vorgesehen und entsprechend gebaut war. Nach dem Abschlussfest noch ein Blick auf den Bau, bevor ich zurück nach Europa reise

Gleichzeitig zum Schulbau wurde auch das Bauprojekt im Kunsthandwerkerdorf von Kaolack begonnen, von dem ich im letzten Beitrag berichtet habe (eine extra - Bildergalerie folgt).

Eine große Herausforderung für "Pierre" - Lamine als Bauherr und Manager, zusammen mit unserem Chefmaurer Omar, da die Baustellen ungefähr 3 km voneinander entfernt sind.

Darum blieb Pierre auch noch 2 zusätzliche Wochen in Kaolack, um beide Bauprojekte weiterzubegleiten. Keine Zeit zum Fotografieren!

Aber etwas später...

Von Omars Handy kamen im Sommer ein paar Fotos von den nächsten Bauschritten. Vor allem die Betondecke über dem gesamten Neubau plus Terrasse war eine gewaltige und kostspielige Sache, aber Voraussicht für späteren Bedarf an neuen Räumen: wir können aufstocken
Von Omars Handy kamen im Sommer ein paar Fotos von den nächsten Bauschritten. Vor allem die Betondecke über dem gesamten Neubau plus Terrasse war eine gewaltige und kostspielige Sache, aber Voraussicht für späteren Bedarf an neuen Räumen: wir können aufstocken
Von Omars Handy kamen im Sommer ein paar Fotos von den nächsten Bauschritten. Vor allem die Betondecke über dem gesamten Neubau plus Terrasse war eine gewaltige und kostspielige Sache, aber Voraussicht für späteren Bedarf an neuen Räumen: wir können aufstocken
Von Omars Handy kamen im Sommer ein paar Fotos von den nächsten Bauschritten. Vor allem die Betondecke über dem gesamten Neubau plus Terrasse war eine gewaltige und kostspielige Sache, aber Voraussicht für späteren Bedarf an neuen Räumen: wir können aufstocken

Von Omars Handy kamen im Sommer ein paar Fotos von den nächsten Bauschritten. Vor allem die Betondecke über dem gesamten Neubau plus Terrasse war eine gewaltige und kostspielige Sache, aber Voraussicht für späteren Bedarf an neuen Räumen: wir können aufstocken

Während dieser letzten Phase wurde unser zweites Bauvorhaben "auf Eis gelegt" (wenn man das bei örtlichen Temperaturen von bis 45° im Schatten sagen darf), dann nach einer kleinen Verschnaufpause in der Regenzeit wieder aufgenommen, anstelle des Schulbaus.

Sofort nach unserer Ankunft im September war es aber höchste Zeit, den Schulbau von Neuem in Angriff zu nehmen !

Die Arbeit wurde beschleunigt, denn der Schulanfang stand bevor.
Die Arbeit wurde beschleunigt, denn der Schulanfang stand bevor.
Die Arbeit wurde beschleunigt, denn der Schulanfang stand bevor.
Die Arbeit wurde beschleunigt, denn der Schulanfang stand bevor.
Die Arbeit wurde beschleunigt, denn der Schulanfang stand bevor.
Die Arbeit wurde beschleunigt, denn der Schulanfang stand bevor.

Die Arbeit wurde beschleunigt, denn der Schulanfang stand bevor.

Während die Fliesen gelegt wurden, hatte das Schuljahr schon begonnen, es war eng in den Schulklassen, aber das Provisorium war bald beendet: zwei neue Räume für die Grundschulklassen, sofort in Gebrauch genommen!
Während die Fliesen gelegt wurden, hatte das Schuljahr schon begonnen, es war eng in den Schulklassen, aber das Provisorium war bald beendet: zwei neue Räume für die Grundschulklassen, sofort in Gebrauch genommen!
Während die Fliesen gelegt wurden, hatte das Schuljahr schon begonnen, es war eng in den Schulklassen, aber das Provisorium war bald beendet: zwei neue Räume für die Grundschulklassen, sofort in Gebrauch genommen!
Während die Fliesen gelegt wurden, hatte das Schuljahr schon begonnen, es war eng in den Schulklassen, aber das Provisorium war bald beendet: zwei neue Räume für die Grundschulklassen, sofort in Gebrauch genommen!

Während die Fliesen gelegt wurden, hatte das Schuljahr schon begonnen, es war eng in den Schulklassen, aber das Provisorium war bald beendet: zwei neue Räume für die Grundschulklassen, sofort in Gebrauch genommen!

Die Vorschulkinder und die Nähschülerinnen allerdings waren noch beengt und warteten auf die übrigen neuen Räume.

 

über 100 Vorschulkinder im Mehrzweckraum...
über 100 Vorschulkinder im Mehrzweckraum...
über 100 Vorschulkinder im Mehrzweckraum...

über 100 Vorschulkinder im Mehrzweckraum...

erste und zweite Nähschulklasse mussten wegen der Enge des Raumes teilweise draußen arbeiten. Zum Glück stand der neue kleine Raum schon bald für den 3. Jahrgang zur Verfügung, sogar mit Strom für die elektrischen Maschinen!
erste und zweite Nähschulklasse mussten wegen der Enge des Raumes teilweise draußen arbeiten. Zum Glück stand der neue kleine Raum schon bald für den 3. Jahrgang zur Verfügung, sogar mit Strom für die elektrischen Maschinen!
erste und zweite Nähschulklasse mussten wegen der Enge des Raumes teilweise draußen arbeiten. Zum Glück stand der neue kleine Raum schon bald für den 3. Jahrgang zur Verfügung, sogar mit Strom für die elektrischen Maschinen!

erste und zweite Nähschulklasse mussten wegen der Enge des Raumes teilweise draußen arbeiten. Zum Glück stand der neue kleine Raum schon bald für den 3. Jahrgang zur Verfügung, sogar mit Strom für die elektrischen Maschinen!

Im Januar bekommen die Kleinsten ihren neuen Raum, vor dem auch ein neuer Spielplatz eingerichtet wurde
Im Januar bekommen die Kleinsten ihren neuen Raum, vor dem auch ein neuer Spielplatz eingerichtet wurde
Im Januar bekommen die Kleinsten ihren neuen Raum, vor dem auch ein neuer Spielplatz eingerichtet wurde

Im Januar bekommen die Kleinsten ihren neuen Raum, vor dem auch ein neuer Spielplatz eingerichtet wurde

Schaukeln gibt es nun gleich drei, die letzte außerhalb des "offiziellen" Schulhofs, neben dem hochmodernen "carport"... auf dem neuen, provisorisch umzäunten Grundstück daneben.
Schaukeln gibt es nun gleich drei, die letzte außerhalb des "offiziellen" Schulhofs, neben dem hochmodernen "carport"... auf dem neuen, provisorisch umzäunten Grundstück daneben.
Schaukeln gibt es nun gleich drei, die letzte außerhalb des "offiziellen" Schulhofs, neben dem hochmodernen "carport"... auf dem neuen, provisorisch umzäunten Grundstück daneben.

Schaukeln gibt es nun gleich drei, die letzte außerhalb des "offiziellen" Schulhofs, neben dem hochmodernen "carport"... auf dem neuen, provisorisch umzäunten Grundstück daneben.

Die Nähschülerinnen und ihre Ausbilderinnen sind glücklich über den schönen großen Nähraum
Die Nähschülerinnen und ihre Ausbilderinnen sind glücklich über den schönen großen Nähraum
Die Nähschülerinnen und ihre Ausbilderinnen sind glücklich über den schönen großen Nähraum

Die Nähschülerinnen und ihre Ausbilderinnen sind glücklich über den schönen großen Nähraum

Ende Februar sind nun Fenster und Türen gestrichen, es bleibt die Außenwand zu verschönern und ein bisschen zu dekorieren: wir sind bereit, den angekündigten Besuch von der Deutschen Botschaft zu empfangen
Ende Februar sind nun Fenster und Türen gestrichen, es bleibt die Außenwand zu verschönern und ein bisschen zu dekorieren: wir sind bereit, den angekündigten Besuch von der Deutschen Botschaft zu empfangen
Ende Februar sind nun Fenster und Türen gestrichen, es bleibt die Außenwand zu verschönern und ein bisschen zu dekorieren: wir sind bereit, den angekündigten Besuch von der Deutschen Botschaft zu empfangen

Ende Februar sind nun Fenster und Türen gestrichen, es bleibt die Außenwand zu verschönern und ein bisschen zu dekorieren: wir sind bereit, den angekündigten Besuch von der Deutschen Botschaft zu empfangen

Diesen Post teilen
Repost0
Published by imagine-nord-sued
31. Januar 2019 4 31 /01 /Januar /2019 09:48

Etwas detailliertere Beschreibung unseres Projekts außerhalb des Sozial- und Bildungszentrums, mit dringendem Spendeaufruf

 

Näh- und Kunsthandwerkerausbildung für behinderte Menschen in Kaolack in einer Werkstatt zur Herstellung von Verkaufsobjekten, die im eigenen Kiosk angeboten werden

 

Seit Beginn unserer Aktivitäten in Kaolack, vor allem seit wir 2005 Gehhilfen und Rollstühle dorthin gebracht haben, sind wir in Kontakt mit behinderten Menschen, unter anderem mit einer Gruppe von Basketballern, die schließlich mit Begeisterung den Verein  „Handi-Imagine“ gegründet hatten, dessen Basketball-Mannschaft  2018 einen 2. Platz im nationalen Wettbewerb belegen konnte.

Behinderte Frauen dieses Vereins hatten schon vor längerer Zeit den Wunsch geäußert, auch das Nähen erlernen zu wollen. Leider war unsere Schule am Stadtrand für sie schwer zu erreichen. Doch hatten unsere Bemühungen, einen passenden Standort dafür im Stadtzentrum zu finden, vor zwei Jahren endlich Erfolg: Im Kunsthandwerkerdorf im Zentrum von Kaolack wurde uns ein Platz für ein Verkaufsatelier versprochen.

Nachdem uns Herr Stein von der Deutschen Botschaft in Dakar Ende 2017 besucht hatte, um die Machbarkeit unseres eingereichten Projekts zu prüfen, bekamen wir von der Berufsgenossenschaft noch einen 2. Standort in dem Kunsthandwerkerdorf zugeteilt, da der erste sich als kleiner erwies als uns versprochen war.

So können wir nun den kleinen, aber gut gelegenen Standort nutzen für den Bau eines Ausstellungs- und Verkaufskiosks, und zusätzlich den größeren, davon etwas abgelegenen, für den Bau der Ausbildungswerkstatt.

Das Sozial- und Bildungszentrum Imagine in Ngane wird die Näherinnen-Ausbildung organisieren und begleiten. Auch Kurse zur Herstellung origineller Objekte aus Recyclingmaterial sollen vielfältige Möglichkeiten für Personen mit unterschiedlichen Handicaps anbieten, um an den  Verkaufsausstellungen im Kiosk mitzuwirken. 

Unser Projekt wird motivierten Frauen mit verschiedenen Handicaps eine Ausbildung zur Näherin und/oder ihnen kunsthandwerkliche Fertigkeiten vermitteln. Damit wird es möglich, dass sie direkt mit der Herstellung von Verkaufsobjekten und deren Präsentation und Vertrieb im Kiosk ein - zunächst zwar bescheidenes aber ausbaufähiges – Einkommen erzielen.

So will und kann unser Projekt die Lebensbedingungen von Körperbehinderten wesentlich verbessern, die heute in Kaolack größtenteils noch auf das Betteln vor den Banken und Geschäften in der Innenstadt angewiesen sind.

Die Aussicht, dass ein eigener Herstellungs- und Verkaufsbetrieb bald mitten im „Kunsthandwerkerdorf“ stattfinden könnte, bedeutet schließlich auch soziale Integration und Anerkennung für alle Beteiligten.

Wir haben bei dem Verein Handi-Imagine sehr motivierte und ausdauernde Menschen kennengelernt, denen es nicht an Ideen mangelt, die geplanten Vorhaben später beispielsweise  auf  solche Gebiete wie Alphabetisierungskurse und Computerunterricht zu erweitern.

                          Stand der Dinge Anfang 2019

Mit dem Bau des Ateliers und des Verkaufskiosks wurde im Juni 2018 mit Unterstützung des Kleinstprojektefonds der Deutschen Botschaft in Dakar begonnen. Beide Gebäude sind im Rohbau fast fertig, aber es fehlen noch die Dächer; Türen und Fenster sind vorhanden, müssen aber noch eingebaut werden. Die zu erwartenden Baukosten liegen bei mindestens 2000€, ohne Einrichtung, die noch hinzukommt.

Wir hatten uns seit September auf den ebenfalls unterstützten Schul-Weiterbau konzentriert, um die dringend benötigten Schulräume fertigzustellen. Leider hat dies unsere finanzielle Lage zu diesem Jahresanfang sehr eingeschränkt, sodass wir ohne besondere Unterstützung jetzt außerstande sind - neben unseren laufenden Kosten für den Schulbetrieb - die beiden Gebäude des Kunsthandwerkerprojekts zügig fertig zu bekommen.

Da der Beginn dieses Projekts schon von Januar auf  Mitte März verschoben wurde, möchten wir möglichst bis zu diesem Datum bereit sein, um ihn nicht ein zweites Mal verschieben zu müssen!

          Darum ausnahmsweise hier unser

        Dringender Spendenaufruf

Alle Spenden sind äußerst willkommen und werden sofort für dieses wichtige

und von unseren Partnern lang ersehnte Projekt eingesetzt, auch gegebenenfalls für die Ausstattung,

 sodass die Ausbildung so bald wie möglich beginnen kann!

Sie hoffen auf baldigen Beginn der Projekte:

das Basketballteam von Handi-Imagine, Kaolack

Junge Frauen von Handi Imagine (hier bei einer Besprechung der gewünschten Projekte)

Unsere Vereinsadresse: Imagine Nord-Süd e.V., Hofmattenweg 10,                 79238 Ehrenkirchen               Tel.: 07633/15695 

Unser Verein ist berechtigt, Spendenbescheinigungen für das Finanzamt auszustellen.

Hier unser Vereinskonto:

Imagine Nord-Süd e.V.,

Volksbank Staufen eG
KNR: 2 480 506
BLZ:68092300
BIC: GENODE61STF
IBAN: DE82 6809 2300 0002 4805 06

Diesen Post teilen
Repost0
29. Dezember 2018 6 29 /12 /Dezember /2018 14:47

In diesem Schuljahr ist wieder eine neue 1.Klasse hinzugekommen: 28 kleine Schüler, etwas mehr Jungen als Mädchen dieses Jahr. Lesen lernen sie wie die vorigen Klassen zuerst in Wolof, allerdings mit einer neuen Methode, die jetzt in den meisten öffentlichen Schulen Senegals benützt wird.

Unser Unterschied immer noch: auch die anderen Fächer werden in beiden Sprachen unterrichtet, und Französisch ist zuerst mündlich dran. Die neue Lehrerin macht es sehr gut, sie kennt die meisten schon vom Kindergarten und führt sie allmählich, aber zielstrebig in die "große Schule".

 

Unsere vorige 1. Klasse hat ihren Lehrer behalten, der sie gerne noch dieses zweite Jahr weiter unterrichtet, denn er möchte noch sehen, dass alle "seine" Schüler nun auch Französisch lesen lernen. 

Er ist noch nicht ganz an den zweisprachigen Unterricht gewöhnt, darum wird er -und alle Lehrer- von einem langjährigen Pilotklassenlehrer begleitet, der uns vom Rektorat empfohlen wurde.

Die 27 Schüler lesen schon fast fließend in ihrer Muttersprache und dürfen sich für's Französischlesen Zeit nehmen, das hat er nun akzeptiert und so machen die Schüler auch gern mit.

 

Unsere Klasse mit Doppelniveau hat noch ein paar Schüler aufgenommen, die in Schwierigkeiten waren, meist wegen überfüllten Klassen und Teilzeitunterricht. Da wir jetzt zusätzliche Klassenzimmer haben, konnten wir die Dritt- und Viertklässler trennen, damit sie die besten Chancen für einen guten Abschluss am Ende der gesetzlichen Schulzeit von 6 Jahren bekommen.                                                                                                        

die 3. Klasse behält ihren Klassenlehrer; er und seine 15 Schüler sind glücklich über das schöne helle Klassenzimmer, trotz provisorischer Tafel..

 

 

 

 

 

 

die 15 "zusammengewürfelten" Schüler der 4. Klasse sind schnell zu einer neuen Klassengemeinschaft geworden

 

Der "Umweg" über die Muttersprache hat für alle neue Motivation und für manche fast wunderbaren Fortschritt bewirkt. Auch die Eltern haben es am kürzlichen Elternabend dankbar festgestellt und die Arbeit der gesamten Schule gelobt. 

Das tut natürlich gut, obwohl wir noch Vieles zu verbessern haben. Dazu sollen unsere "modernen Hilfsmittel" dieses Jahr noch stärker zum Einsatz kommen... (Darüber mehr nach meiner Rückkehr vor Ort)

 

 

 

 

Als Erstes im Neuen Jahr 2019 werden endlich unsere Vorschüler in ihre neuen Räume einziehen, nachdem zeitweise 115 Kinder zusammen im Mehrzweckraum betreut werden mussten! Jetzt werden 3 Gruppen in 3 Räumen viel Platz zum "spielend Lernen" bekommen, und unser Mehrzweckraum regelmäßig mehrere Funktionen...

 

Zu guter Letzt brauchen auch unsere Nähschüler(innen) einen neuen Raum für den ersten und zweiten Lehrgang (eine Vorschulgruppe übernimmt ihren Raum, der neben dem Mehrzweckraum liegt.) . Der dritte Lehrgang arbeitet im neuen kleinen Raum daneben mit einem Schneidermeister, der auch unser Projekt im Kunsthandwerkerdorf begleiten wird. Es ist ein "alter Bekannter", der schon unser erstes Nähprojekt 2005 geleitet hatte!

draußen

 

und drinnen, vorerst im "alten" Raum

  Inzwischen sind noch neue Schülerinnen hinzugekommen, zum ersten Mal haben wir mehr als 30 Nähschüler(innen)!

So steht es am Ende dieses Jahres 2018; im Neuen Jahr 2019 werden alle neuen Räume in Benutzung sein!

Dann wünschen wir auch unserem Zentrum Imagine und allen Beteiligten

ein Gutes Neues Jahr

Diesen Post teilen
Repost0